Audioludi, Audiopädie, GruppenklangArt

Bei dieser neuartigen GruppenklangArt spielen sowohl die verfeinerte Aufmerksamkeit beim Wahrnehmen von Klängen als auch die Offenheit für Improvisation und individuellen Ausdruck beim eigenen Spiel von Klanginstrumenten eine große Rolle. Die Audiopädie schult mit Übungen das Hören und die Geschicklichkeit im Umgang mit natürlichen Klängen, die Audioludi führt dies in eine geführte Interaktion mehrerer Spielerinnen und Spieler, die eine Leitlinie, eine Komposition oder Geschichte haben, an der sie entlang , auch mit improvisatorischen Elementen, ein musikalisches Ganzes in der Gemeinschaft entstehen lassen. Jede und jeder Mitwirkende ist künstlerisch und musikalisch mit den anderen in Verbindung, steht sozusagen im Strom des Ganzen und hat eine Bedeutung , gleich ob mit einem Steinspiel, mit Rasseln, Xylophonen, mit einer Harfe, Geige, Trommel oder Gitarre. Dies nenne ich GruppenklangArt. Die Erfahrung über zwei Jahrzehnte pädagogischer Arbeit hiermit zeigt, dass die Länge der zeit nicht massgebend ist, es gibt wunderbare Ereignisse von 5 Minuten, aber auch Spiele von 30-40 Minuten. Wichtig aber ist, dass eine erfahrene Musikerin oder ein geschickter Pädagoge eine Grundidee, ein Motiv, eine Erzählung oder eine Impression einführt und dies geübt und unter Beteiligung aller verwandelt werden kann. Es kann lange daran geübt werden und es können auch neue Melodien und Passagen erfunden oder gefunden werden. Diese inhaltlich oder bildlich verankerte gemeinschaftliche Arbeit führte in meiner Erfahrung nie zu Ermüdung oder Überdrüssigkeit bei den Spielenden, da gleichförmige Wiederholungen nicht vorkommen. Es braucht nur ein wenig Mut und Offenheit der Spielenden und den Willen, auf andere zu hören und sich einzulassen auf das Kommende. Die anleitenden Erwachsenen brauchen neben Humor, Fantasie und Freude am schönen Klang auch Durchsetzungsvermögen, Wachheit für Prozesse und ein Gefühl für die Kindern und Jugendlichen innewohnende Begabung für das Lebendige und das Wandelbare. Früher musste solches nicht extra bedacht und geübt werden, das Spiel in der Natur gab Gelegenheiten, aber in der jetzigen digitalen Welt sind die Spielplätze verwaist und analoges Hören und Spielen sehr wenig gefördert. Die GruppenklangArt ist mein Beitrag zu moderner Menschenbildung und auch Friedensförderung. 
 
Natürlich spielt die Qualität der verwendeten Klangobjekte und Instrumente eine Rolle für die Schönheit des gespielten. Nicht jede Zimbel, jeder Stein, jedes Glockenspiel ist wohlklingend. Auch der scheinbar einfache Anschlag eines Gongs oder die Handhabung eines Regenmachers muss geübt und fein eingesetzt werden. Hören und Spielen, Hören und eigenes Korrigieren bringen den Erfolg. Für diese musikalischen kleinen Werke sind , schon vor Jahrzehnten, neue Klanginstrumentarien als Ergänzung anderer bekannter Instrumente geschaffen worden. Große und kleine Metallklinger und Hölzer jeder Größe und Art sind hier die zwei prominentesten Gruppen, flankiert von den Geräuschhaften wie Regenmachern, Ocean Drums oder Schalen mit Steinchen oder Muschelketten. Damit können Klanggemälde entstehen in verschiedensten Farben, in denen aber auch instrumentale Melodien wie Gedanken oder musikalische Aussagen den fließenden oder strahlenden Klängen und Klangflächen Form und musikalischen Inhalt geben.  
 
Inhalt, Idee und Instrumente sind in der GruppenklangArt nicht immer dieselben. Sie entwickeln und verwandeln sich gemäß der Altersstufen und der Entwicklungsphasen. Während im Grundschulalter besonders Naturerfahrungen und Jahreszeiten eine Rolle spielen (Schneeflockensturm, Libellenteich, Waldabenteuer) , sind später Themen wie Mensch und Maschine, Freiheit und Unterdrückung, Vertrauen und Misstrauen oder auch Motivumsetzungen von Kunstwerken aus der Zwei- oder Dreidimensionalität in ein musikalisches Zeitgeschehen neue Themen. Selbstverständlich können auch Gedichte, Bewegungstheater oder gesellschaftliche Topics Ausgangspunkte sein und auf eine musikalische Ebene gebracht werden 
 
Die Teilnehmerzahl der Gruppenklangartspiele variiert von 3-30 oder mehr. 
Ein inzwischen erprobtes Arbeitsfeld ist auch die Förder- und die Heilpädagogik, bei der jedoch Fähigkeiten und Kenntnisse im heilpädagogischen Bereich notwendig sind. 
 
Zu Inhalten, Liedern, Instrumenten und Instrumentenbau und pädagogischem Material gebe ich gern Auskunft und Hilfe. Persönliche Begegnungen und Beratungen, Klassenzimmer-Besuche und Fortbildungen können bei mir erfragt werden. Dafür können Sie das Kontaktformular nutzen oder mich per E-Mail oder Telefon kontaktieren.